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Leder aus Ananas - eine ehrliche Haut

Leder aus Ananas - eine ehrliche Haut

Ananasleder - Wie entstand die Idee?
Ananasleder wird aus Ananasblättern hergestellt und ist die neue vegane Alternative zu Leder. Über viele Jahre entwickelte die spanische Designerin Carmen Hijosa ihr Naturleder, das rein aus Ananasblättern besteht. Vor ihrer Entdeckung arbeitete sie in verschiedenen Ländern in der Lederindustrie. Als sie 2009 auf den Philippinen die Ananas-Blätter entdeckte, die bei der Ernte übriggeblieben waren, kam ihr die Idee diese für die Lederfertigung zu nutzen. Die Designerin erarbeitete einen Prozess, mit dem aus den stabilen Blätter-Fasern ein gleichwertiger Ersatz zu tierischem Leder hergestellt werden kann. Und so entstand ihre umwelt- und tierfreundliche Antwort auf (Kunst-)Leder: Piñatex.
Uns begeistert die Idee, dass sich mit ihrer Erfindung für die Mode- und Textilbranche zahlreiche neue Möglichkeiten bieten. Piñatex (Piña ist spanisch für Ananas) wurde von der Erfinderin Hijosa und ihrem Team sieben Jahre lang am Royal College of Art in London weiterentwickelt. Heute ist das neue Material ähnlich stabil wie Leder, darüber hinaus jedoch wesentlich günstiger, sowohl umwelt- als auch tierfreundlicher und auch nachhaltiger als tierisches Leder. Das britische Start-Up „Ananas-Anam“ bietet seit 2014 verschiedenste Produkte von Schuhen über Handtaschen aus Piñatex an.

Mit „Leder“ aus Ananas die Umwelt schonen

Ananasleder löst ein riesiges Problem, da weder die Natur noch die Tiere für die Herstellung des Materials leiden müssen. Außerdem ist der Herstellungsprozess des Pflanzenleders enorm umweltschonend. Während für die Produktion konventioneller Produkte wie Kunstleder, giftige fossile Brennstoffe wie Erdöl genutzt werden müssen, die mit jeder Waschung in Flüsse und bis ins Meer gelangen, wird bei der Produktion des Piñatex auf schädliche Chemikalien verzichtet und mit natürlichen Ressourcen sparsam umgegangen. Tierisches und Kunstleder sind extrem umwelt- und tierunfreundlich.
PETA berichtet davon, dass für eine Tonne Tierhaut 55.000 Liter Wasser verwendet werden müssen. Hochgerechnet auf den jährlichen Verbrauch von Leder in der Textil- und Modebranche ergibt sich allein in Deutschland ein unfassbares Einsparpotenzial, vor allem wenn man bedenkt, dass Deutschland nach Italien und Spanien der drittgrößte Lederhersteller in Europa ist.

Von der Plantage zur Handtasche aus Ananasleder

Aber was passiert denn nun mit den Ananasblättern der Bauern? Genutzt werden Blätter der Ananaspflanzen, die bei der Ernte ausschließlich von philippinischen Bauern übrig bleiben. Diese werden anschließend in eine Textilfabrik in Barcelona gebracht und dort in die Lederalternative umgewandelt. Abfallprodukte wie Biomasse, können sogar als Dünger oder Biogas weitergenutzt werden.
Wer gerne nähere Infos über den Herstellungsprozess hätte, kann auf der Seite des Start-Ups Ananas Anam genauere Einblicke in das Verfahren gewinnen.
Durch das Weiterverarbeiten eines eigentlichen Abfallprodukts der Ernte, entstand für die Bauern auf den Philippinen eine neue Einkommensquelle und für das Start-Up „Ananas Anam“ eine Möglichkeit, der (Kunst-)Lederproduktion durch die Herstellung verschiedenster Alternativ-Produkte zukünftig vermehrt die Stirn zu bieten.

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