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Nachhaltige Mode und verantwortungsvolle Fertigung

mit nachhaltigen und fairen T-Shirts aus Holz neue Wege gehen


Die Bekleidungsindustrie steht heute für Fast Fashion. Während der Umsatz der weltweit verkauften Kleidungsstücke 2002 noch bei ungefähr 1 Billionen Dollar lag, stieg dieser bis zum Jahr 2015 auf 1.8 Billionen Dollar an und hat sich damit fast verdoppelt. Gleichzeitig sank aber leider die Wertschätzung für Kleidung rapide. Kleidung, die sehr arbeits- und ressourcenintensiv ist, ist mittlerweile aus der Perspektive des Käufers fast wertlos und wird oftmals nachdem sie nur wenige Male getragen wurde, entsorgt.


Wir sind der Meinung, dass Kleidung wieder mehr Wert erfahren soll – in Bezug auf jeden einzelnen Arbeitsschritt in der Fertigung, aber auch bei der Auswahl des Materials das verarbeitet wird.

Mit unserer nachhaltigen Mode aus Holz gehen wir neue Wege und zeigen, dass man Kleidung auch umweltfreundlich, lokal und fair fertigen kann.

 

Betrachtet man die Bekleidungsindustrie der vergangenen Jahre genauer, so stellt man fest, dass zwei Rohstoffe die Grundlage der heutigen Textilherstellung bilden: Polyester und Baumwolle. Mit über 60 % sind mehr als die Hälfte aller weltweit genutzten Fasern für Bekleidung aus synthetischen, also erdölbasierenden Rohstoffen hergestellt. Etwa 25 % der Fasern sind aus Baumwolle, wobei der Bio-Baumwollanteil nur rund 1 % davon ausmacht. Die übrigen 15 % der Fasern bestehen aus Wolle, sowie aus auf Cellulose basierenden Fasern und weiteren Naturfasern wie Hanf oder auch Leinen.

 

Anteil der weltweit verwendeten Fasern für Kleidung. Nur 1 Prozent Bio-Baumwolle. Mehr als die Hälfte synthetische und Erdöl basierende Fasern

 

Durch den immensen Konsumanstieg von Kleidung steigt zeitgleich auch die Nachfrage nach günstigen Rohstoffen. Hierdurch wuchs die Produktion von synthetischen und damit erdölbasierenden Fasern genauso wie der Pestizid- und Düngemitteleinsatz bei Baumwolle.

 

 

UMWELTFREUNDLICHE T-SHIRTS AUS HOLZ – WARUM HOLZ EIN WERTVOLLER ROHSTOFF IST

Das Holz für unsere ökologischen T-Shirts aus Holz beziehen wir ausschließlich aus zertifiziert nachhaltiger Forstwirtschaft. Unter anderem kommt es aus Österreich, Deutschland oder Tschechien. Anders als von vielen erwartet, wachsen Europas Wälder dank nachhaltiger Forstwirtschaft. Allein in Deutschland lag das Waldwachstum in den letzten 10 Jahren bei 7 %. In ganz Europa stieg die Waldfläche zwischen 1990 und 2015 um 17,5 Millionen Hektar an.

 

Die Wälder Europas sind dank nachhaltiger Forstwirtschaft um 17,5 Millionen Hektar gewachsen

 

 

WAS BEDEUTET NACHHALTIGE FORSTWIRTSCHAFT?

Mit einer nachhaltigen Forstwirtschaft wird angestrebt die Wälder zu nutzen, aber diese gleichzeitig zu schützen. Wälder tragen zum Schutz von Wasser und Boden bei, da sie mit den Wurzeln das Wasserspeichervermögen des Bodens erhöhen und zudem ihn vor Erosion schützen. Gleichzeitig dienen Wälder verschiedensten Tieren- und Pflanzenarten als Lebensraum. Zudem haben Bäume eine hohe Bedeutung für den Klimaschutz. Sie dienen als CO2 Speicher. Es wird davon ausgegangen, dass in Bäumen 49 % des weltweiten CO2s gespeichert wird. Durch die Umwandlung von Bäumen in Holzprodukte bleibt das enthaltene CO2 gespeichert, da es erst bei dem biologischen Abbau des Holzes freigesetzt wird. Damit tragen alle Holzprodukte zur Reduktion von Treibhausgasemissionen bei. Jährlich handelt es sich hierbei um 105 Mio. Tonnen an CO2-Äquivalenten.

 

Mit wijld möchten wir uns aber auch in Regionen der Erde engagieren, wo es den Wäldern leider nicht so gut geht. Deswegen unterstützen wir gemeinsam mit unseren Kunden ein Aufforstungsprojekt in Mexico.

 

Hierzu arbeiten wir mit einem Partner zusammen, der bereits weltweit über 14 Mrd. Bäume gepflanzt hat. Wir haben uns dazu entschieden, der Natur etwas zusammen mit unseren Kunden zurückzugeben, indem wir für jede Bestellung auf wijld.com einen Baum pflanzen. Mehr Infos dazu findest du >HIER<.

 

WARUM KLEIDUNG AUS HOLZ ÖKOLOGISCHER IST ALS BAUMWOLLE

Im Gegensatz zu gewöhnlicher Baumwolle ist bereits bei der Anpflanzung von Bäumen ein wesentlicher Unterschied hinsichtlich der Umweltfreundlichkeit zu erkennen. Während in der Forstwirtschaft keine zusätzlichen Düngemittel genutzt werden müssen, um Erträge für die Herstellung der Holzfaser zu erzielen, werden für den Anbau von Baumwolle verschiedene Düngemittel und Pestizide eingesetzt. Die eingesetzten Mittel, wie u.a. Aldicarb, haben starke Auswirkungen auf die Umwelt und tragen zu der Süßwasser-Verschmutzung und die terrestrische Verschmutzung bei. Denn das erwähnte Pestizid verursacht mehr als 80 % der Süßwasser-Verschmutzung, die auf dem Anbauboden verursacht wird.

 

Pro WoodShirt werden 1000 l Wasser gespart. Das entspricht mehr als 8 Badewannen oder 120 Wasserkästen.

 

Zudem führt der hohe Wasserverbrauch durch künstliche Bewässerung der Baumwollplantagen in niederschlagsarmen Gebieten sogar zu erheblichen dauerhaften ökologischen Schäden (bspw. Austrocknung des Aralsees). Die Bäume unserer Wälder müssen dagegen nicht künstlich bewässert werden und können zudem Wasser länger und in größerer Menge speichern, als eine vergleichbare Freifläche.

Ein weiterer Vorteil des Rohstoffes Holz liegt in der Anbaufläche. Denn für dieselbe Menge an Fasern, ist die benötigte Fläche bei Baumwolle durchschnittlich um 300-500 % größer, als bei unseren Holzfasern. Zudem muss für die Bewirtschaftung von Wäldern nicht erst Fläche geschaffen werden, wie es bei Monokulturen wie bspw. Baumwolle der Fall ist.

 

Holzfasern benötigen im Gegensatz zu Baumwoll-Fasern 3-4 mal weniger Anbaufläche 

WIE MACHT MAN NUN AUS HOLZ UMWELTFREUNDLICHE KLEIDUNG?

Das Verfahren zur Herstellung von Viskosefasern, könnte man wahrscheinlich als Urvater unseres Stoffes bezeichnen und wurde bereits in den 1890er Jahren entwickelt. Allerdings birgt das Verfahren der Viskoseherstellung einige Nachteile. Oftmals wird Kohlenstoffdisulfid als Lösemittel eingesetzt, welches umweltschädlich und meist sehr ressourcenintensiv ist.

 

Das Verfahren mit dem wir unsere Fasern aus Holz erstellen, überzeugt hingegen vor allem im Vergleich zu anderen cellulosebasierenden Regeneratfasern durch seine Umweltfreundlichkeit.

  

In einem ersten Schritt wird Cellulose aus unserem Rohstoff Holz extrahiert. So entsteht der Zellstoff, der nun in organischem, umweltfreundlichem N-methylmorpholine-N-oxide (NMMO) durch Wasserentzug ohne chemische Modifizierung gelöst wird. Es ist wichtig zu erwähnen, dass im gesamten Prozess auf giftige Reagenzien, wie z.B. das oben bereits genannte Kohlenstoffdisulfid (CS2) verzichtet wird. Anschließend wird Zellstoff filtriert und schließlich durch Spinndrüsen gepresst. Die entstandenen Fasern werden dann in ein Bad mit wässriger NMMO-Lösung ausgefällt und daraufhin als Faserkabel zusammengefasst.

Das Lösemittel kann immer wieder recycelt werden, da es aufgrund des guten Wasser-Mischvermögens sehr leicht aus der Faser wieder entfernt werden kann. Deswegen kann das organische Lösungsmittel im geschlossenen Stoffkreislauf auch immer wieder verwendet werden. Das macht die Fasergewinnung sehr umweltschonend und wertvolle Ressourcen werden eingespart.

 

 

der Herstellungsprozess für T-Shirts aus Holz ist sehr umweltfreundlich

 

 

MIT ÖKOLOGISCHEN T-SHIRTS AUS HOLZ RESSOURCEN SPAREN

Wie viele Ressourcen eingespart werden können, kann man bereits erkennen, wenn man sich den Wasserverbrauch bis zur vollständigen Fertigstellung unserer Holzfaser mit der von Baumwolle vergleicht.

Um 1 kg Holzfasern herstellen zu können, werden 0,02 m3 Prozesswasser und 0,243 m3 Kühlwasser benötigt. Bis aus der Baumwollpflanze jedoch eine Faser hergestellt wurde, wurden zwar nur 0,005 m3 Prozesswasser und 0,037 m3 Kühlwasser, aber ganze 5,69 m3 Wasser zur Bewässerung genutzt. Zudem stammt das Wasser zur Baumwollfaserproduktion zu 70 % aus Grundwasser und zu 30 % aus Oberflächenwasser. Insgesamt betrachtet ist der Wasserverbrauch der Baumwollfaserherstellung damit 10-20 mal, ohne Kühlwasser bereits 100-500 % höher, als bei den Holz-Fasern der WoodShirts. Abschließend kommt hinzu, dass der größte Teil des Wasserverbrauchs in der Produktion unserer Fasern lediglich für Kühlzwecke benutzt und unbelastet in die Oberflächengewässer zurückgeführt wird.

 

Bei der Herstellung von Holzfasern werden im Gegensatz zu Fasern aus Baumwolle 75 Prozent weniger CO2 aufgewendet

 

Auch die Energiebilanz des Herstellungsprozesses der Holz-Faser kann sich sehen lassen. Denn tatsächlich ist es so, dass bis zur fertigen Erstellung der Faser pro Kilogramm hergestellter Faser gerade einmal 0,1 kg CO2 freigesetzt wird, während in der Baumwollproduktion pro Kilogramm Fasern 2 kg CO2 entstehen. Demnach kann durch die Verwendung von Holz-Fasern gegenüber Baumwolle der CO2-Ausstoß um das 20-fache reduziert werden. Auch ist es wichtig zu erwähnen, dass die Energie zur Holz-Faserherstellung fast ausschließlich aus der Nutzung von Abfallprodukten (wie z.B. Rinde und Lauge) gewonnen wird, genauer gesagt sind 86,3 % der verwendeten Brennstoffe nicht fossil und CO2-neutral.

 

 

Mit wijld möchten wir zusammen mit dir, unseren Partnern und Kunden zeigen, dass man besondere und einzigartige Mode sowohl umweltfreundlich, lokal als auch fair fertigen kann, um somit dazu beizutragen die Umwelt zu schützen und gleichzeitig Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Sei Teil dieser Mission.